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Die Konjunktur in den USA erholt sich

2 September 2009 No Comment

Seit ihren Tiefstständen vom März diesen Jahres haben die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits wieder fast 50% zugelegt. Nun liegt es an der Wirtschaft das Szenario einer schnellen Konjunkturerholung, welches die Märkte gespielt haben, zu bestätigen oder die Erholung der Aktienmärkte als Bärenmarktrally zu enttarnen.

Zahlreiche Konjunkturindikatoren und -daten geben Hinweise auf Bestätigung des Szenarios der Konjunkturerholung. So kletterte bspw. der wichtige ISM-Einkaufsmanagerindex im August erstmals seit 19 Monaten wieder über die 50-Punkte-Marke auf 52,9. Ein Stand jenseits der 50 Punkte signalisiert Wachstum im verarbeitenden Gewerbe, welches etwa 12% der amerikanischen Wirtschaft ausmacht. Die Daten zum US-Häusermarkt fielen ebenfalls positiv aus. Für einige Marktteilnehmer sogar ein wenig zu positiv, da die Daten und die lockere Geldpolitik in ihren Augen das erneute Bilden einer Immobilienblase einläuten könnten.

Nichtsdestotrotz weisen die Konjunkturdaten darauf hin, dass die USA sich aufmachen die schwerste Rezession seit der Großen Depression der 1930er Jahre hinter sich zu lassen. Wie nachhaltig diese Erholung sein wird, ist momentan noch sehr schwer abzuschätzen, da die Wirkung der zahlreichen und umfangreichen Konjunkturprogramme (bspw. das amerikanische Pendant zur deutschen Umweltprämie „Cash for Clunkers“) eher kurzfristiger Natur sind. Die für amerikanische Verhältnisse extrem hohe Arbeitslosenrate von annähernd 10% belastet den für die amerikanische Wirtschaft so wichtigen Konsum, der fast 70% des BIPs in Amerika ausmacht. Solange keine neuen Stellen in der Wirtschaft geschaffen werden, kann die Erholung nicht nachhaltig sein.

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