Ackermann: Bankrott Griechenlands muss verhindert werden
Die große Finanzkrise Griechenlands ist in aller Munde. Über die Möglichkeit eines griechischen Staatsbankrott und dessen Folgen hat sich nun der erste Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank AG, Josef Ackermann, geäußert.
Eine Staatspleite Griechenlands hätte laut Ackermann für hiesige Banken und die Finanzsituation verheerende Folgen. Ackermann sagte, dass deutsche Banken gegenüber Griechenland “beträchtliche Milliarden im Feuer” hätten. Damit spielt der Bankchef auf die Tatsache an, dass der der griechische Schuldenberg bei deutschen Banken auf 43 Milliarden Dollar angewachsen ist, und macht somit den Zusammenhang zwischen einem griechischen Staatsbankrott und der deutschen Finanzlage deutlich. Angesichts der möglichen Auswirkungen sei daher im Notfall eine Rettung Griechenlands unumgänglich.
Wenn dem verschuldeten Staat nicht geholfen werde, warte “das nächste Problem” auf die Banken. Voraussetzung sei jedoch, dass die griechische Regierung zunächst selber versuche, eine Sanierung durchzuführen und den Haushalt wieder in den Griff zu bekommen.
Zudem widersprach der 62-jährige der in der Politik vertretenen Meinung, Spekulanten bzw. Kreditausfallversicherungen (CDS) seien die Ursache für Staatsmisere. Vielmehr habe der CDS-Markt Griechenland Zinsen erspart und stelle ein “modernes Finanzprodukt” dar, das Grundvoraussetzung für eine “moderne Volkswirtschaft” sei. Die von der Bundesregierung vertretene Theorie vertausche daher, so Ackermann, “Ursache und Wirkung”.
“Radikallösungen” seien allgemein nicht der richtige Weg zur Verhinderung staatlicher Krisen, so der Schweizer. Dem Lösungsansatz des wirtschaftspolitischen Beraters von US-Präsident Barack Obama, Paul Volcker, folgt er ebensowenig. Dieser hatte vorgeschlagen, auf ein Verbot riskanter Bankgeschäfte und eine Kleinhaltung der Bankinstitute zu setzen.
Doch dieser Idee traut Ackermann keinen großen Erfolg zu, denn:
“Große Volkswirtschaften” bräuchten eben auch “große Banken”.










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