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Die Aktie der Deutschen Bank steigt

8 März 2010 No Comment

Obwohl die amerikanische Ratingagentur Moody’s letzten Freitag die Bonität der Deutschen Bank herabgestuft hat, zog der Aktienkurs trotz der schlechten Nachrichten deutlich an und beendete den Tag mit 2% im grünen Bereich. Damit stieg die Aktie auch stärker als der Gesamtmarkt, der um knapp 1,5% zulegen konnte.

Marktteilnehmer machen hierfür vor allem zwei Gründe aus:
Zum einen wurde der Schritt von Seiten Moody’s bereits im Dezember indirekt angekündigt als die Ratingagentur die Deutsche Bank auf ihre Beobachtungsliste genommen hat. Zur Begründung hieß es die Abhängigkeit von Deutschlands größtem Geldhaus sei vom Investmentbanking so groß, dass die Gesamterträge der Bank schnell zu großen Schwankungen ausgesetzt sein könnten. Zudem verwies Moody’s auf das ambitionierte Ziel der Bank den Vorsteuergewinn bis 2011 auf 10 Milliarden Euro mehr als zu verdoppeln, was nur unter einem überproportional hohen Gewinnanteil der Sparte des Investmentbankings zu realisieren sein dürfte. Hinzu komme ein sich verschärfender Wettbewerbsdruck, der sich negativ auf die Ergebnisse auswirken werde. Um die eigenen Planzahlen erfüllen zu können, könnte die Deutsche Bank gewillt sein höhere Risiken einzugehen.
Der zweite Grund liegt in der positiven Stimmung des Sentiments. Hier zeigten sich die Akteure am Finanzmarkt über die erfolgreiche Platzierung der griechischen Anleihe erleichtert, was wie ein Damoklesschwert über den Börsen und hier vor allem über den Finanzwerten gehangen hat. Aber die Deutsche Bank konnte auch mit positiven hauseigenen Nachrichten aufwarten: Die Klagen des Medienunternehmers Leo Kirch, welche eine Kapitalerhöhung seit Jahren blockieren, wurden vor Gericht abgewiesen. Damit steht einer eventuellen Kapitalerhöhung rein theoretisch nichts mehr im Weg, auch wenn der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Josef Ackermann eine solche momentan für unnötig hält.



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