Bundesregierung: Anstieg Steuereinnahmen im Mai 2010
Die Bundesregierung darf sich über unerwartete Steuereinnahmen freuen. Im Monat Mai sind die Einnahmen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent gestiegen. Die Ursache hierfür liege am gestiegenen Umsatzsteuereinkommen, so ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Die habe um 6,5 Prozent zugenommen. Dementsprechend höher sind auch die Einnahmen aus der Körperschaftssteuer ausgefallen. Zugelegt haben auch die Importsteuern, da der Außenhandel wieder an Fahrt zugenommen hat. Die Einnahmen aus der Lohn,- und Einkommenssteuer sind hingegen rückläufig.
Von Seiten der Bundesregierung wächst aufgrund der Mehreinnahmen die Hoffnung, dass das Loch in der Kasse wesentlich niedriger ausfallen könnte, als zunächst befürchtet worden ist. Das Handelsblatt geht nun von einem Defizit von 4,25 Prozent, statt der befürchteten fünf Prozent aus.
Allerdings darf noch nicht gejubelt werden. Denn nach Kriegsende sind die Steuereinnahmen über einen Zeitraum von 14 Monaten gesunken. Dies ist der stärkste Einbruch der Wirtschaft in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands. In die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden hat dies ein riesiges Loch in die Haushaltskasse gerissen. Denn im Jahr 2009 sind die Steuereinnahmen um 6,6 Prozent gesunken. Demnach betrugen die Einnahmen lediglich 524 Milliarden Euro.
Die Prognosen für das Jahr 2010 sehen nicht rosig aus. Finanzexperten rechnen mit einem weiteren Rückgang der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent. Dies entspricht einem Wert von 510 Milliarden Euro. Es darf sich folglich nicht zu früh gefreut werden.










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