Neues Ölfeld vor der schottischen Küste gefunden
Das britische Unternehmen Encore Oil will ein riesiges Ölfeld gefunden haben. Etwa 300 Millionen Barrel Erdöl soll das Feld der schottischen Küste enthalten.
Dies entspräche 47 Milliarden Liter des wichtigen Rohstoffs im Catcher vor Schottlands Ostküste. Dies wäre die riesigste Ölentdeckung Schottlands seit dem Ölfeldfund Buzzard 2001. Buzzard lieferte etwa eine Milliarde Barrel, was zehn Prozent der britischen Ölfördermenge entspricht.
Experten hoffen auf einen mächtigen Schub durch die Ölerschließung der Nordsee. Seit 1999 ist diese rückgängig. Das britische Unternehmen sagt, die Menge der 300 Millionen Barrel könnte sich bei gelungenen Bohrungen sogar noch weitreichend erhöhen. Encore Oil hält durch die Bohrungen 15 Prozent am Projekt.
Anfang Juni 2010 hatte die Ölfirma den Erdölertrag auf 100 Millionen Barrel geschätzt. Nun hat die Firma östlich der ersten eine zweite Bohrung gebracht und ist wieder auf Erdöl gestoßen. Die Wissenschaftler des Konzerns vermuten nun, dass es vom selben Ölfeld ausgeht. Im Südwesten soll nun die dritte Bohrung erfolgen. Wenn Encore Oil wieder Erdöl findet, dürfte der Gesamterdölertrag steigen. Es wird geschätzt, dass die britische Firma circa die Hälfte des Erdöls an die Oberfläche holen könnte.
Der Marktwert von 150 Millionen Barrel beträgt derzeit etwa 11 Milliarden Dollar (8,9 Milliarden Euro). Weltweit ist dies die 1. gute Nachricht für die Ölindustrie, seit Deepwater Horizon, die Bohrinsel im Golf von Mexiko am 20. April explodierte und 2 Tage danach versank.
Die Küsten der US-Staaten Mississippi, Louisiana, Florida und Alabama sind großräumig verseucht vom Öl. Der britische Konzern will jeden Tag 100 Millionen Dollar (81 Millionen Euro) für die Golf von Mexiko-Säuberungsarbeiten zahlen und bekam vom US-Präsidenten Obama Schützenhilfe.










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