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Reallöhne steigen: Die Auswirkungen im Überblick

6 Juli 2010 No Comment

Das statistische Bundesamt in Wiesbaden hat für das erste Quartal im Jahr 2010 einen Anstieg der Reallöhne im Vergleich zum Vorjahresquartal bescheinigt. Dies besagt, dass seit langer Zeit wieder einmal die Kaufkraft der Arbeiter und Angestellten im Vergleich zum Preisniveau angestiegen ist.

Dieser Anstieg der Reallöhne bedeutet nichts anderes, als dass die Arbeitnehmer mit ihren Löhnen und Gehälter mehr Wirtschaftsgüter und Leistungen kaufen können. Daher ist für sie und für ihre Familien die Reallohnentwicklung wichtig und nicht der Nettolohn, welcher nur den Geldbetrag nach Abzug aller Steuern und sozialversicherungspflichtigen Beiträge angibt und nichts über die gegenwärtige Kaufkraft aussagt. Ein Anstieg der Reallöhne kann somit zum einen durch eine Erhöhung der Nettoeinkommen der Arbeitnehmer und andererseits auch durch ein gesunkenes Preisniveau bei den wirtschaftlichen Gütern und Leistungen erfolgen oder auch beides.

Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände sehen die Auswirkungen vorrangig in den positiven Effekten für die Sicherung des Lebensstandards der Arbeitnehmer und der Rentner, da die Reallohnentwicklung auch eng an die Rentenentwicklung gekoppelt ist. Wie wissenschaftliche Studien schon lange beweisen, können gestiegene Reallöhne und die damit verbundene Erhöhung der Kaufkraft auch positive Auswirkungen auf die Binnenmarktentwicklung sowie auf die Umsatzsteigerungen des Einzelhandels und der Dienstleistungsunternehmen haben.

Mit der Steigerung der Reallöhne erhöht sich die Nachfrage auf dem Binnenmarkt an Gütern und Leistungen, welche weitreichende Wachstumseffekte auch für die Gesamtwirtschaft hat und letztendlich auch positiv auf die Arbeitsmarktentwicklung ausstrahlt.



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