EZB lässt den Leitzins niedrig
Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den Leitzins auf einem historisch tiefen Niveau bei 1,0 %. Damit setzten die Währungshüter der Euro-Länder ihren Kurs die Niedrigzinspolitik fort. Zu diesem Zinssatz besorgen sich die Banken Gelder bei den Zentralbanken.
Niedrige Zinsen heißt hier billiges Geld, so sollen alle Investoren animiert werden, kräftig Kredite aufzunehmen und in die Wirtschaft zu investieren. Auch der private Verbraucher bekommt diese Politik zu spüren. Konsumentenkredite waren in den letzten Jahren selten so billig, wie derzeit. So kann sich auch mancher Privathaushalt lang gehegte Wünsche über einen preiswerten Privatkredit erfüllen. Immerhin rangiert der private Konsum mit an vorderster Stelle, wenn es um den konjunkturellen Aufschwung geht. So ergibt sich im Augenblick eine günstige Gelegenheit, ältere und teure Darlehen durch günstige Angebote zu ersetzen. Doch wo Licht ist, da fällt auch Schatten und in dem steht momentan der Sparer. Wer eine sichere Geldanlage sucht, sei es nun das Festgeld oder ein Tagesgeldkonto, der wird mit Renditen zwischen zwei und drei Prozent abgespeist. Zwar haben viele Banken den privaten Anleger als zu umwerbenden Kunden ausgemacht, das schlägt sich jedoch nicht in den Zinssätzen nieder. So erreichen diese zwar konservativen aber sehr sicheren Geldanlagen zurzeit kaum den Inflationsausgleich. Das wird sich erst ändern, wenn der Konjunkturmotor ohne Zündaussetzer und völlig von allein läuft. Dann heizen niedrige Zinsen die Inflationsgefahr an und die Zentralbanken werden mit steigenden Zinsen gegensteuern. Das ist der Zeitpunkt, an dem es für den Sparer und seine Erträge auch wieder aufwärts geht.










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