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Ungebremstes Wachstum bei der Deutschen Lufthansa AG

3 Januar 2011 No Comment

Eine Investition in die Aktien von Fluggesellschaften gehört wohl zu den interessantesten und schwierigsten Investitionsentscheidungen.

Ist dieser Bereich des Mobilitätssektors doch gekennzeichnet durch sehr starke Konjunkturempfindlichkeit und einen sehr scharfen Wettbewerb. Dieser wird bei den Billigfluggesellschaften meistens nur durch Kosten, fehlenden Service und das Anfliegen abgelegener Flughäfen geführt. Umso besser ist die Nachricht, dass die Lufthansa im Jahr 2011 ihr erfolgreiches Geschäftsmodell im Kurzstreckenverkehr ausweitet und bis zu 4.000 neue Stellen hauptsächlich in den Bereichen Kabine, Cockpit schafft. Verglichen mit den 117.000 Mitarbeitern des Konzerns sieht dies zwar auf den ersten Blick nicht nach viel aus, zeigt jedoch das Vertrauen in das eigene Geschäftsmodell und das Unternehmen. Trotz der verschiedenen Belastungen ist man also von einem erfolgreichen Geschäftsmodell überzeugt.

Die Fluggesellschaft mit dem klassischen Geschäftsmodell hat also Zukunft. Vorbei sind die Zeiten, zu denen man sich insbesondere im Europa-Verkehr auf Nebenstrecken mit Maschinen von 40-90 Sitzen beschränkte. Die Flottenneuzugänge haben im Durchschnitt eine höhere Sitzplatzanzahl.

Zusätzlich gibt es eine weitere Entlastung an der “Kostenfront”: Durch dünnere Rückenlehnen wird bei gleichem gefühlten Sitzkomfort der Sitzabstand leicht verringert und so zwischen 6 und 15 Sitzplätze mehr angeboten. Die Kosten der am häufigsten verwendeten Flugzeugtypen A320/A321/A319 sinken somit weiter. Wer also rechtzeitig im Mai 2010 (!) Lufthansa Aktien für rund 10,34 Euro gekauft hat kann sich bei einem derzeitigen Börsenkurs von etwa 16,80 Euro über eine satte Rendite innerhalb eines Jahres freuen.

Der Luftfahrtsektor bleibt deshalb für die Geldanleger spannend. An den deutschen Börsen werden insbesondere die Aktien der Lufthansa, der British Airways und der Air Berlin gehandelt. Je nach persönlicher Einschätzung und Wertung der verschiedenen Geschäftsmodelle sollte man sich diese Aktien also auf eine persönliche Beobachtungsliste setzen.



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