Schuldenkrise setzt Dax wieder zu - Deutsche Bank zählt zu den größten Verlierern
Immer mehr Anleger verlieren das Vertrauen in die Sanierungsbemühungen der verschuldeten Euro-Länder und ziehen sich aus dem europäischen Markt zurück.
Finanzakteure werden immer nervöser
Auch der Anleihe-Markt bekam die Nervosität der Anleger zu spüren. Tradeweb teilte mit, dass die Risikoaufschläge für zehnjährige Titel aus Italien, Spanien und den Niederlanden angezogen seien. Bankanalysten sehen die Finanzmärkte weltweit am Scheideweg, die Stabilisierung des Weltwirtschaftswachstums sowie die Entwicklung risikoreicher Anlagen außerhalb Europas würde durch eine weitere Zuspitzung der Schuldenkrise gefährdet.
Insbesondere der Höchststand der Spreads österreichischer und französischer Papiere seit Einführung des Euro sei beunruhigend meinte Finanzbeobachter Nick Stamenkovic von RIA Capital. Deutschland gerate immer mehr in den Fokus, so Stamenkovic. Die Anleger sorgten sich zwischenzeitlich nicht mehr nur um Italien oder andere Länder sondern um die Euro-Zone als Ganzes.
Banken erheblich unter Druck
Einer der größten Verlierer ist aktuell die Deutsche Bank, die einen Verlust um 2,8% auf 27,84 Euro je Aktie hinnehmen musste. Sicherlich ist der am Montag überraschend erklärte Verzicht von Ackermann auf den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden mit ein Grund für den Kursrückgang. Die Finanzbranche geriet auf europäischer Ebene jedoch auch allgemein unter Druck. Die Allianz notierte 3,2 Punkte unter Vortagesniveau, die Unicredit gab in Mailand um 7 Prozent nach, der Bankenindex insgesamt verlor 2,6 Prozent.
Interessant an der derzeitigen Schuldenkrise ist die bisherige Kursentwicklung des Euro. Seit die Probleme Griechenlands im Herbst 2009 zum ersten Mal in das Bewusstsein der Akteure am Kapitalmarkt gerückt sind, hat die Gemeinschaftswährung gerade einmal 8 Prozent ihres Wertes verloren. Kenner der europäischen Finanzmärkte halten zwischenzeitlich ein Auseinanderbrechen der Gemeinschaftswährung in einen weichen südeuropäischen und einen harten nordeuropäischen Euro nicht mehr für ausgeschlossen.
Hier die aktuellen Nachrichten dazu bei Reuters.










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