Der deutsche Arbeitsmarkt: 2,78 Million ohne Job; Aufschwung hält an
Die Arbeitslosenrate betrug im Dezember 6,6 %. Das verkündete Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit, auf einer Pressekonferenz. Insgesamt waren 2,78 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vorjahresmonat betrug diese Zahl noch 3,01 Millionen. Im Vergleich zum November sind dagegen 67000 mehr Menschen beschäftigungslos: Dieser Anstieg ist aber allein auf saisonale Gründe zurückzuführen. So werden in den Wintermonaten häufig Bauarbeiter entlassen. Saisonbereinigt sank die Zahl der Arbeitslosen um 22000 gegenüber November.
Deutsche Wirtschaft trotzt der Krise
Die Vorstellung der aktuellen Arbeitsmarktdaten nutzte Weise zugleich, um eine Jahresbilanz zu ziehen. Auch diese fällt positiv aus. So waren 2011 im Durchschnitt 2,98 Millionen Menschen ohne Job, 263000 Personen weniger als 2010. Damit sank die Arbeitslosenquote von 7,7 % auf 7,1 %. Weise bezeichnete diesen Trend als positiv und verwies auf die deutlich höheren Arbeitslosenquoten innerhalb der Europäischen Union. Einen Grund sieht er in den Arbeitsmarktreformen der vergangenen Jahre.
Er stellte zudem fest, dass sich die deutsche Wirtschaft nach dem Konjunktureinbruch 2009 und trotz der momentanen Euro-Krise gut entwickelt habe. Auch für 2012 ist er optimistisch, bisher deute nichts auf einen Einbruch am Arbeitsmarkt ein. Er gab allerdings zu bedenken, dass die Schuldenkrisen in einigen Staaten ein gewisses Risiko für das Wirtschaftswachstum darstellen. Eine weltweite Rezession könnte sich dann auch negativ auf die Beschäftigungssituation in Deutschland auswirken.
Nicht alle Arbeitslosen in der Statistik enthalten
Auf Berichte über angeblich geschönte Arbeitsmarktstatistiken reagierte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Er bestätigte, dass einige Arbeitslose nicht berücksichtigt werden. Dies betreffe unter anderem schwer vermittelbare, ältere HartzIV-Empfänger. Es handele sich um rund 100000 Menschen.










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