Inflation in China: nur ein kurzfristiges Phänomen?
Entgegen jeder Erwartung ist die Inflation in China im Monat Januar gestiegen. Seit fünf Monaten war eine geringer werdende Inflationsrate in China zu verzeichnen, welche vermutlich durch das Neujahrsfest Ende Januar getoppt wurde. Bislang vermuteten führende Experten die Ursache in einer sehr behutsamen Wirtschaftspolitik des “Reich der Mitte”.
Neujahrsbegrüßung im Zeichen des Drachen?
Auch wenn Drachen schlichtweg als Fabelwesen gelten, beeinflussen diese Gestalten den Glauben der in China lebenden Menschen und somit auch die Auswirkung auf die Neujahrstage des Landes. Ob Lebensmittel, Rohstoffe oder ähnliche Ressourcen, die Preise seien in allen Bereichen angehoben worden, so Brian Jackson, Ökonom bei der Royal Bank of Canada. Stärke? Disziplin? Ganz so scheint es in der Welt der chinesischen Wirtschaft dann doch nicht zu funktionieren. Vergleicht man die Vorjahreswerte mit den aktuell erhobenen Verbraucherpreisen stellt man fest, dass diese um 0,4 Prozent zugelegt haben. Speziell die Preise für Lebensmittel stiegen im Zeichen des Drachen um ganze 10,5 Prozent.
Deutsche Wirtschaftsinteressen sind beeinflusst
Deutschland gilt international als der Primus des Exports. Vor allem China ist bei deutschen Unternehmen in aller Munde. Angesichts der vereinzelt auftretenden Wirtschaftsinteressen europäischer Mitgliedstaaten wird wirtschaftlich auf die nach wie vor steigende Kaufkraft Chinas gebaut. Der Ökonom Ma Xiaoping, seines Zeichens Analyst bei HSBC (http://www.hsbc.com/1/2/), geht davon aus, dass die Produktpreise wieder sinken werden, da die Zentralbank Chinas die vorgeschriebenen Mindestgeldeinlagen für alle nationalen Banken senken wird. Dadurch steht den Banken mehr Geld zur Verfügung, welches sich bestens für anstehende, internationale Investitionen eignet. Seitens deutscher Unternehmen muss die Hoffnung einen Fortbestand internationaler Exportgeschäfte nach China noch nicht aufgegeben werden.










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